Einleitung

Aus den vier Kapiteln ist über den Verfasser nicht mehr zu entnehmen als dass er Joel ben Petuel hieß und in Jerusalem lebte und wirkte. Außerdem kann man annehmen, dass er ein Kultprophet gewesen ist, also ein im Tempel sozusagen berufsmäßig tätiger Gottessprecher. Die Mehrheit der Forschung setzt seine Wirksamkeit in der Perserzeit an[01], genauer kurz nach 400 v.Chr.[02]. Es wird aber auch die Meinung vertreten, dass Joel in der Zeit kurz vor dem Exil gewirkt habe, also um 600 v. Chr.[03] Man wird aber doch vom Anfang des 4.vorchristlichen Jahrhunderts auszugehen haben, einer Zeit, in der Juda unter persischer Herrschaft stand, und Persien stand damals auf der Höhe seiner Macht. Nur dank persischer Hilfe und unter persischem Schutz nach dem schmählichen Ende des Peloponnesischen Krieges 404 v.Chr. hatte Athen eine gewisse Stärke gewinnen können. Dass Persien dann sehr bald Athens alten Feind Sparta stärkten, ändert nichts daran, dass die persische Stellung in Griechenland nie so stark wie damals unter Artaxerxes II (404 bis 359). Andererseits litt das Reich als Ganzes gerade in dieser Zeit unter großer Schwäche. Im Inneren des persischen Reiches gab es Unruhen, und das 459 eroberte Ägypten machte sich ebenso selbständig wie Zypern.

Dass die Joel-Schrift aus zwei Teilen besteht, ist offensichtlich. Der Vorschlag, die Kapitel 3 bis 4 einer anderen Hand als die Kapitel 1 bis 2 zuzuschreiben[04], hat keinen allgemeinen Beifall gefunden. Zenger[05] sieht den Einschnitt zwischen 2,17 und 2,18. denn mit Vers 18 beginnt die Heilszusage Gottes, welche der Gottessprecher Joel verkündet.

Doch Kapitel 1 ist von einer Heuschreckenplage die Rede genauer: von einer Klageliturgie angesichts einer Heuschreckenplage, die so schlimm ist, dass sie eine Hungersnot zur Folge hat. Ob es sich dabei um eine echte Klageliturgie handelt oder um die literarische Stilisierung einer solchen, lässt sich nicht sagen. Jedenfalls schildert das erste Kapitel eine Plage, die bereits, und zwar vor kurzer Zeit stattgefunden hat.

Im zweiten Kapitel geht es dagegen um eine Ansage der Zukunft, in der ein riesiges feindliches Heer in das Land einfällt und alles verwüstet. Ob Joel dabei an eine bestimmte Macht gedacht hat und welche das gewesen sein könnte, oder ob er überhaupt nicht eine solche im Sinn hatte, lässt sich nicht sagen. Jedenfalls wird Gott sein Volk heimsuchen, das zur Umkehr und zum Gebet aufgefordert wird. Jahwe, der in Zion residiert, führt dieses Heer gegen Zion. Doch Zion kehrt um. Ist das eine Voraussage oder eine Aufforderung? Jedenfalls wird Gott seinem umkehrenden Volk Gnade verkünden und es retten( ab 2,18). Er wird es mit irdischen Gütern segnen und danach (Kapitel3) seinen Geist ausgießen. Er wird aber auch (Kapitel 4) die anderen Völker, die Israel bedrängt hatten, bestrafen.

Diese Prophetie zeigt schon die Eugenarten der Apokalyptik. Joel bildet den Übergang von der Prophetie zur Apokalyptik. Dabei bedient er sich reichlich der vorhandenen prophetischen Literatur. Dazu gehören auch Schriften des Zwölf-Propheten-Buches. Aus den Bezugnahmen, der sog. Intertextualität, kann man schließen, dass Joel bereits das Prophetenbuch II (siehe die allgemeine Einleitung ist das Dodekapropheton) vorgelegen hat. Dabei ist besonders auffallend, dass sich Joel vor allem auf den in der Anordnung des Dodekaprophetons voran stehenden Hosea und den nach Joel folgenden Amos bezieht. Schon die Herausgeber des Prophetenbuches II scheinen diesen Zusammenhang bemerkt zu haben.

Israel hat mit der Heuschreckenplage ein Vorspiel dessen erlebt, was kommen soll: der Einmarsch eines verheerenden feindlichen Heeres. So zeigt der Gottessprecher Joel Gericht und Gnade. Das zeigt sich auch in der Symmetrie des Aufbaues dieser Schrift. Es gibt deutliche Entsprechungen zwischen 1,4 –20 und 2,21 – 27,

zwischen 2,1 –11 und 4,1-3. 9-17

zwischen 2,12-17 und Kap 3

Darüber hinaus gibt es viele Entsprechungen in den Einzelheiten.

Dass Zion als der von Gott selbst bedrohte Sitz Gottes und doch der Ort der Rettung erscheint, ist die besondere Art der Joel-Schrift innerhalb der für das ganze Dodekapropheton charakteristische Zions-Theologie.

Übersetzung

Ausgangstext der Übersetzung ist die Biblia Hebraica Quinta, Band 13, Deutsche Bibelgesellschaft Stuttgart 2010

1. Kapitel

(1) Wort Jahwes, das an Joel ben Petuel erging.

(2) Hört dies, Älteste, und horcht, alle Bewohner des Landes;

ist dies in euren Tagen geschehen oder in den Tagen eurer Väter?

(3) Erzählt euren Söhnen davon;

und eure Söhne ihren Söhnen, und ihre Söhne dem nachfolgenden Geschlecht.

[06](4) Was die Jungheuschrecke übrig gelassen hatte fraß die Zugheuschrecke, und was die Zugheuschrecke übrig gelassen hatte fraß die junge Zugheuschrecke;

und was die junge Zugheuschrecke übrig gelassen hatte fraß[07] der Grashüpfer[08].

(5) Wacht auf, Trinker und weint, und heult, alle Weintrinker;

wegen des Mostes, denn er ist von eurem Mund abgeschnitten.

(6) Denn ein Volk ist gegen mein Land heraufgezogen[09], stark und nicht zu zählen;

ihre Zähne sind Zähne eines Löwen, und es hat die Spitzzähne einer Löwin[10].

(7) Es macht meinen Weinberg zur Wüstung, und meinen Feigenbaum zur Vernichtung;

es hat sie abgeschält und weggeworfen, es hat ihre Weinranke weiß gemacht.

(8)Trauert wie eine mit einem Sack umgürtete Jungfrau über den Bräutigam ihrer

Jugend

(9)Abgeschnitten sind Speis- und Trankopfer[11] von Jahwes Haus;

Klagt, Priester, Diener Jahwes!

(10) Verwüstet ist das Feld, traurig die Erde;

denn das Getreide ist verwüstet, vertrocknet der Wein, erschöpft das Öl.

(11) Die Bauern sind erschöpft, die Winzer heulen,

wegen des Weizens und wegen der Gerste;

denn die Ernte des Feldes ist vernichtet.

(12) Verdorrt ist der Weinstock, erschöpft der Feigenbaum;

Der Granatapfelbaum, auch die Dattelpalme und der Apfelbaum, alle Bäume des Feldes sind verdorrt,

denn zuschanden ist die Freude der Menschensöhne.

(13) Gürtet euch, schlagt an dieBrust, Priester, heult, Diener des Altars,

übernachtet in Säcken[12] , Diener meines Gottes!

Denn dem Hause eures Gottes wird Speisopfer und Trankopfer vorenthalten[13].

(14) Heiligt ein Fasten, beruft eine Festversammlung,

versammelt die Ältesten aller Bewohner des Landes, Haus eures Gottes Jahwe;

schreit zu Jahwe![14]

(15)Ach, des Tages!

Denn nahe ist Jahwes Tag[15], Schaddaj[16] kommt wie eine Gewalttat[17].

(16)Wurde nicht vor unseren Augen Speise vernichtet,

vom Hause unseres Gottes Freude und Jubel[18]?

(17)Vertrocknet waren die Dörrpflaumen unter den Schaufeln,

verödet sind die Vorratsräume, niedergerissen die Zisternen;

denn zuschanden ist das Getreide.

(18)Was seufzt das Víeh, klagen[19] Rinderherden,

weil es für sie keine Weide gibt;

auch die Kleinviehherden gehen zugrunde.

(19) Zu dir, Jahwe, rufe ich;

denn Feuer hat die Oasen der Wüste gefressen,

und eine [20]lodernde Flamme ist alles Gehölz des Feldes.

(20) Auch das Vieh des Feldes sehnt sich nach dir;

denn die Wasserrinnen sind ausgetrocknet[21],

und Feuer hat die Oasen der Wüste gefressen.

2.Kapitel

(1) Stoßt in Zion in die Posauen, schreit aut auf meinem heiligen Berge,

erregt euch, alle Bewohner des Landes;

denn der Tag Jahwes[22] Kommt, denn er ist nahe.

(2)Ein Tag des Dunkels und der Finsternis,

wie die Morgenröte auf den Bergen ausgebreitet ist;

ein großes, starkes Volk [23] wie es seit Ewigkeit nicht gewesen ist[24]

und nach ihm nicht wiederkommt bis zu den Jahren von Geschlecht und

Geschlecht

(3) Vor ihm frisst Feuer, und hinter ihm lodert eine Flamme[25];

zuvor war das Land wie ein Garten Eden, und danach ist es eine Wüste des Entsetzens [26],

und es gibt für es auch keine Rettung.

(4) Sein Anblick ist wie der Anblick der Rosse, und wie Reitpferde so laufen sie[27].

(5)Wie der Lärm der Kampfwagen[28] hüpfen sie auf den Gipfeln der Berge,

wie das Prasseln der Feuerflamme, die Stroh frisst;

wie ein starkes Volk, zum Kampf bereit.

(6) Vor ihm beben die Völker[29]; alle Gesichter sammeln Glut[30].

(7) Sie laufen wie Helden, wie Kriegsmänner besteigen sie eine Mauer;

jeder geht auf seinem Weg, und sie ändern ihre Wege nicht.

(8) Keiner drängt seine Brüder, ein Mann schreitet auf seiner Bahn;

und durch den Wurfspieß fallen sie, sie brechen nicht ab.

(9) Sie stürzen in eine Stadt, sie rennen auf die Mauer, sie steigen auf die

Häuser;

durch die Fenster kommen sie wie ein Dieb.

(10) Vor ihnen erbebt die Erde, die Himmel erzittern;

Sonne und Mond verfinstern sich, und die Sterne raffen ihren Glanz weg[31].

(11) Und Jahwe erhebt seine Stimme vor seiner Streitmacht,

denn sein Heer ist sehr groß, denn stark ist der Vollstrecker seines Wortes;

denn Jahwes Tag ist groß und sehr fürchterlich, und wer kann ihn erfassen[32]?

[33](12) Und auch jetzt – Spruch Jahwes – kehrt zurück zu mir mit eurem ganzen Herzen[34];

und mit Fasten und mit Weinen und mit Klagen!

(13) Und zerreißt eure Herzen und nicht eure Kleider, und kehrt zurück zu eurem Gott Jahwe;

denn barmherzig und gnädig ist er, lang der Zorn und viel Gnade,

und er bereut das Böse[35].

(14) Wer weiß, ob er umkehrt und bereut;

und einen Segen hinterlässt[36],

ein Speisopfer und ein Trankopfer für euren Gott Jahwe.

(15) Stoßt in Zion in das Horn;

Heiligt ein Fasten, beruft eine Festversammlung![37]

(16) Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, versammelt die Ältesten,

sammelt die Kinder und die Säuglinge der Brüst;

ein Bräutigam kommt aus seiner Kammer und eine Braut aus ihrem Brautgemach.

(17) Zwischen Vorhalle und Altar sollen die Priester, Jahwes Diener, weinen

und sprechen: „Erbarme dich, Jahwe, über dein Volk,

und gib dein Erbe nicht der Schmähung preis[38], dass die Völker über sie herrschen,

warum solle man unter den Völkern sagen: Wo ist ihr Gott?”[39]

(18) Jahwe wurde eifersüchtig auf sein Land; und er empfand Mitleid für sein Volk.

(19) Jahwe antwortet und spricht zu seinem Volk: „ Sieh, ich sende euch

Getreide und Wein und Öl, und ihr sollt davon satt werden;

Und ich gebe euch nicht mehr zur Schmach unter die Völker.[40]

(20) Und die Nördlichen[41] entferne ich von euch,

und ich verstoße sie in das Land der Trockenheit und der Verwüstung,

die Vorderen zum östlichen Meer, und sein Ende an das hintere Meer;

und sein Gestank steigt auf, und sein übler Geruch steigt empor, denn er hat sich groß getan[42].

(21) Fürchte dich nicht, Land;

juble und freue dich, denn Jahwe tut Großes[43];

(22) Fürchte dich nicht, Vieh des Feldes, denn die Oasen der Steppe ergrünen;

denn ein Baum trägt seine Frucht, Feige und Weinstock erweisen ihre Kraft.

(23) Und Zions Söhne, jubelt und freut sich über euren Gott Jahwe,

denn er hat euch den Lehrer[44] der Gerechtigkeit gegeben;

herabgekommen ist zu euch der Frühregen und der Spätregen[45].

(24) Und sie füllen die Tenne mit Getreide und die Kelter fließen über von Wein und Öl.

(25) Und ich vergelte ihnen die Jahre,

welche die Zugheuschrecke gefressen hat, die Jungheuschrecke, die junge Zugheuschrecke, der Grashüpfer und die junge Zugheuschrecke[46];

meine große Macht, die ich gegen euch gesandt hatte.

(26) Und ihr werdet essen und satt werden, und ihr werdet den Namen eures Gottes Jahwe preisen[47],

der wunderbar an euch gehandelt hat;

und mein Volk wird in Ewigkeit nicht zuschanden werden.

(27) Und ihr werdet erkennen, dass ich inmitten Jisraels bin,

und ich euer Gott Jahwe bin und sonst keiner[48];

und mein Volk wird in Ewigkeit nicht zuschanden werden.

3.Kapitel

[49](1) Uns es geschieht danach: Ich werde meinen Geist auf alles Fleisch ausgießen[50],

und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen[51];

und eure Ältesten werden Träume träumen, eure Jünglinge werden Gesichte schauen.

(2)Und auch über die Knechte und über die Mägde;

in jenen Tagen werde ich meinen Geist ausgießen

(3) Und ich gebe Zeichen am Himmel und auf der Erde; Blut[52] und Feuer und Wolkensäule[53].

(4) Die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln[54] und der Mond in Blut;

ehe der Tag Jahwes kommt, der große und fürchterliche[55].

(5)Und es geschieht: Jeder, der Jahwes Namen anruft, wird gerettet werden[56];

denn auf dem Berge Zion[57] und in Jeruschalajim wird Rettung sein, wie Jahwe gesagt hat[58],

und unter den Entronnen, die Jahwe anrufen.

4. Kapitel

(1) Denn sieh, in jenen Tagen [59] und zu der Zeit,

zu der ich die Gefangenschaft Jehudas und Jeruschalajims wende.[60]

(2) Und ich versammele alle Völker, und ich lasse sie hinabsteigen in das Tal

Jehoschafat[61];

und ich rechte dort mit ihnen wegen meines Volkes und meines Anteils, Jisrael,

das unter die Völker zerstreut wurde, und mein Land haben sie zerteilt.

(3)Und gegen mein Volk haben sie das Los geworfen;

und sie haben einen Knaben für eine Dirne hingegeben, und das Mädchen haben sie

. für Wein verkauft und getrunken.

[62](4) Und auch, was seid ihr für mich, Zor[63] und Zidon und alle Gebiete von Pelaschet[64]?

Vergeltet ihr mir die Tat, und wenn ihr mir etwas antun wollt,

schnell eilend werde ich euer Tun auf euer Haupt wenden[65].

(5) Da ihr doch mein Silber und mein Gold genommen habt;

und meine guten Schätze habt ihr in eure Paläste gebracht.

(6) Und Söhne Jehudas und Jeruschalajims habt ihr den Söhnen der Jewaniter[66] verkauft;

so dass sie fern sind von ihrem Gebiet.

(7) Sieh, ich stöbere sie auf von dem Ort, wohin ihr sie verkauft habt;

und ich werde euer Tun auf euer Haupt wenden.

(8)Und ich werde eure Söhne und eure Töchter in die Hand der Söhne Jehudas verkaufen,

und sie werden sie in die Gefangenschaft an ein fernes Volk verkaufen;

denn Jahwe hat es gesagt.

(9) Ruft dies unter den Völkern, heiligt einen Krieg;

weckt die Kriegsmänner auf, tretet herzu, zieht hinauf, alle Kriegsleute!

(10) Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern[67] und eure Winzermesser zu Lanzen;

und der Schwache soll sprechen: „Ich bin stark,!”

[68](11) Kommt zu Hilfe, und kommt, alle Völker ringsum, und versammelt euch;

lass, Jahwe, deine Starken herabziehen[69]!

(12) Erregt werden sollen die Völker und hinaufziehen in das Tal Jehoschafat;

denn dort sitze ich, um aale Völker ringsum zu richten.

(13) Schickt die Sichel[70], denn die Ernte ist reif;

kommt, tretet[71], denn die Kelter ist voll,

lasst die Kelter trinken, denn es ist viel Bosheit!

(14) Gedränge, Gedränge im Tal der Entscheidung;

denn nahe ist der Tag Jahwes im Tal der Entscheidung[72].

(15) Sonne und Mond verfinstern sich, und Sterne verlieren ihren Glanz[73].

(16) Und Jahwe brüllt vom Zion[74], und von Jeruschalajim erhebt er seine Stimme,

und es erbeben Himmel und Erde;

und Jahwe ist für sein Volk eine Zuflucht und eine Feste für die Söhne Jisraels.

(17) Und sie werden erkennen, dass ich, Jahwe, euer Gott bin[75], der auf dem heiligen

Berg Zion wohnt;

Und du, Jeruschalajim, bist heilig, und Fremde werden niemals mehr durchziehen.

(18)Und es geschieht an diesem Tage,

die Berge triefen von Most[76], und die Hügel fließen von Milch,

und alle Flüsse Jehudas fließen von Wasser;

und eine Quelle kommt aus dem Hause Jahwes heraus[77], und sie lässt das Akaziental[78] trinken.

(19) Mizrajim wird zur Verwüstung, und Edom wird zur wüsten Einöde:

wegen der Gewalttat an den Söhnen Jehudas[79], bei der sie unschuldiges Blut in ihrem

Land vergossen haben[80].

(20) Und Jehuda bleibt in Ewigkeit; und Jeruschalajim von Geschlecht zu Geschlecht.

(21) Und ich werde ihr Blut rächen[81], das ich nicht gerächt hatte[82]; und Jahwe wird in Zion wohnen[83].

[01] Erhard S. Gerstenberger, Israel in der Perserzeit (Biblische Enzyklopädie Band 8), Stuttgart 2005, Seite 166
[02] W.Nowack, Die kleinen Propheten (Göttinger Handkommentar zum Alten testament III4),Göttingen 1922 Seite 88; Erich Zenger, Einleitung in das Alte Testament, 4. Auflage, Stuttgart 2001 Seite 482 bis 483
[03] Wilhelm Rudolph, Joel – Amos – Obadja – Jona 8 (Kommentar zum Alten Testament), Gütersloh 1971, Berlin 1975 Seite 28
[04] Nowack, Die kleinen Propheten Seite 82
[05] Einleitung Seite 479
[06] V: Ex 10,13 -15
[07] V: 2,25
[08] E: Im Alten Testament gibt es zehn verschiedene Bezeichnungen für Heuschreckenarten und für die verschiedenen Entwicklungsstadien dieser Tiere. F. Bruijel, Bijbel en Natuur, Kampen 1939 hat sie zoologisch klassifiziert. Diese Fachausdrücke sind in der Übersetzung nicht angewandt, sondern die vereinfachten Bezeichnungen aus Herbert Haag, Bibel-Lexikon, Leipzig 1969 Art. „Heuschrecken“ Spalte 732.
[09] V: 2,2
[10] V: OffbJoh 9,8
[11] V: Vers 13; 2,14
[12] E: Ein Ausdruck für sexuelle Enthaltsamkeit in der Bußzeit
[13] V: Vers 9; 2,14
[14] V: 2,15
[15] V: 2,1
[16] E: Ein Name Gottes
[17] V: Jes 13,6; Hes 30,2; Am 5,18; Zef 1,14
[18] V: Dt 16,11
[19] T: Hier ist nach LXX konjiziert
[20] V: 2,3
[21] V: Ps 104, 10 -11
[22] V: 1,15
[23] V: 1,6
[24] V: Matth 24,21 = Marc 13,19
[25] V: 1,19
[26] V: Hes 36,35
[27] V: OffbJoh 9,7
[28] V: OffbJoh 9,9
[29] V: Nah 2,11
[30] Ü: Da alle Versuche, diesen kaum verständlichen Halbvers durch Konjekturen u.a. verständlich zu machen, zu keinem überzeugenden Ergebnis geführt haben, folgt die Übersetzung dem hebräischen Text
[31] V: Vers 2; 3,4; Jes 13,10; Marc 13,24 – 25 = Matth 24,29 = Luc 21,25; Marc 15,33 = Matth 27,45 = Luc 23,44 – 45; OffbJoh 6,12 –13; 9,2
[32] V: Mal 3,2; OffbJoh 6,17
[33] V: Zu Vers 12 bis 13: Hes 33,11
[34] V: Jer 3,14. 22; Hos 14,2 – 3; Sach 1,3 – 4; Mal 3,7
[35] V: Ex 32,14; 34,6; Jona 4,2
[36] V: Am5,15; Zef 2,3; Jona 3,9
[37] V: 1,14
[38] V: Jer24,9; Hes 36,15
[39] V: Ps 42,4. 11; 79,10
[40] V: Vers 26. 27
[41] V: Jer 1,14; Hes 38,6.15; 39,2
[42] E: Was hier vom Großes tun (tisel lydgh) der Menschen gesagt wird, wird Vers 21 wörtlich vom Tun Jahwes gesagt
[43] V: Vers 20
[44] Ü: Das Wort hrim für „Lehrer“ bedeutet auch „Frühregen“, siehe nächste Zeile!
[45] V: Dt 11,14; Jer 5,24
[46] V: 1,4
[47] V: Dt 8,10
[48] V: Jes 35,5 – 6; Hes 6,7. 13; Zef 3,15
[49] V: Zu Vers 1 bis 5: Apgesch 2,17 – 21
[50] V: Jes 44,3; Hes 39,29; Sach 12,10; Tit 3,6
[51] V: Nu 11,29
[52] V: OffbJoh 8,7
[53] V: Ex 13,21, 22; 14,19; 33,9. 10; Nu 12,5; 14,14; Dt 31,15; Ps 99,7; Neh 9,12. 19
[54] V: 2,2. 10. 11; Jes 13,10; Marc 13,24 –25 = Matth 24,29 = Luc 21,25; Marc 15,33 = Matth 27,45 = Luc 23,44 -45 OffbJoh 6,12
[55] V: Mal 3,23
[56] V: Apgesch 2,39; Röm 10,13; I.Kor 1,2
[57] V: Apgesch 14,1
[58] V: Ob 17
[59] V: Jer 33,15; 50,4. 20
[60] V: Jer 29,14; Hes 29,35; Hos 7,1
[61] V: Vers 12. 14
[62] T: Die Verse 4 bis 8 sind eine spätere Ergänzung; was sich auch daran zeigt, dass sie ein Prosatext sind,, während der Kontext gebundene Rede ist
[63] E: Tyros
[64] E: Philistaea
[65] E: Es wird sich gegen euch wenden
[66] E: Griechen
[67] V: Jes 2,4
[68] T: Obwohl die Verse 11 und 12 gestört zu sein scheinen, folgt die Übersetzung dem vorliegenden hebräischen Text
[69] Ü: Hier steht das aramäische Wort txnh, Hafel von txn, das dem Hiphil von hebräisch dry
entspricht

[70] V: Marc 4,29; OffbJoh 14,15
[71] V: Jes 63,3. 6; OffbJoh 14,18 – 19
[72] V: Vers 2
[73] V: 2,10; 3,4; Jes 13,10; Marc 13,24 – 25 = Matth 24,29 = Luc21,25; Marc 15,33 = Matth 27,45; Luc 23, 44 – 45; Offb 6,12
[74] V: Am1,2
[75] V: Hes 34,30
[76] V: Am 9,13
[77] V: Hes 47,1; Joh 7,38
[78] E: Es kann sich nur um ein Tal in der Nähe von Jerusalem handeln, das sich aber bisher nicht lokalisieren ließ
[79] V: Ob 10
[80] V: Matth 23,35; OffbJoh 11,8
[81] T: ytyqn steht hier und im zweiten Teil des Verses, d.h. „ Ich werde freisprechen“, was aber in diesem Zusammenhang unverständlich ist. Die Übersetzung folgt der Konjektur ytmq (ich werde rächen)
[82] V: Dt 32,43
[83] Jes 60,14; Hes 43,7; 48,35; Offb 21,3