Das griechische Wort "Bilbaos" (Bibel) in Walter Bauers Wörterbuch

Das griechische Wort „Biblos“ (Bibel) in Walter Bauers Wörterbuch

Auf dieser Internetseite ist eine neue Übersetzung der Bibel entstanden, die so nah wie möglich an den Textquellen bleiben soll. Der Autor Dr. Hans Joche Genthe konnte diese große Aufgabe allerdings nicht mehr abschließen. Er starb am 5. August 2020 im Alter von 93 Jahren. Einige Bücher des Alten Testaments sind noch nicht übersetzt.

„So wörtlich wie möglich und so frei wie nötig“ beschrieb Genthe sein Ziel. Mit dieser Übersetzung möchte er allen das Bibelstudium ermöglichen, die des Hebräischen, des Aramäischen und des Griechischen nicht oder nicht hinreichend kundig sind. „Um die biblischen Schriften zu verstehen, muss man sie sehr genau lesen und möglichst nah am Urtext bleiben“, sagte der Theologe. Bei der Auslegung eines Textes genüge es nicht, Begriffe assoziativ auszulegen, ohne die genaue Bedeutung des Wortes zu kennen.

Um die Bibel als Grundlage des christlichen Glaubens sehr genau zu erschließen, bietet Genthe zusätzlich zu den biblischen Texten eine Einführung in die Bibel. Dieser sehr übersichtlich gegliederte Menüpunkt erinnert in Form und Aufbau an eine Vorlesung, die sich Schritt für Schritt von der Entstehung der Bibel bis zu den späten Werken bewegt. „Verstehen kann man die Bibel nur aus der genauen Kenntnis der Texte aus ihrer Entstehung und ihren Zusammenhängen“.

Auch in der Wiedergabe der poetischen Stücke des Alten Testaments in ihrer hebräischen Metrik hat Genthe sein Übersetzungsprinzip „wörtlich wie möglich und so frei wie nötig“ umgesetzt, indem er wenigstens die Zeilenabgrenzung solcher Stücke in der Übersetzung wiedergegeben hat. So bleiben wenigstens in der Ansicht die poetischen Teile erkennbar.

Das Neue Testament ergänzt Genthe durch Übersetzungen antiker Literatur. „Die Schriften des Neuen Testaments sind erst im Zusammenhang ihrer hellenistischen Umwelt zu verstehen.“ Übersetzt hat er bereits, als erster überhaupt, das umfangreiche Werk von Clemens Romanus, die „Pseudoclementinen“. Folgen sollen noch einige altjüdische, lateinische und griechische Texte, die für das Verständnis des Neuen Testaments wichtig sind sowie die sogenannten Apostolischen Väter, also die frühesten christlichen Texte außerhalb des Neuen Testaments.