Dr. Hans Jochen Genthe
* 27.7.1927 + 5.8.2020

Dr. Hans Jochen Genthe

Dieses ist ein öffentliches Kondolenz-Buch, zu dem alle eingeladen sind, Person und Werk des am 5.8.2020 Verstorbenen zu würdigen und ein paar persönliche Worte zu hinterlassen.

Schreibe einen neuen Eintrag in das Kondolenz-Buch

 
 
 
 
 
 
Mit * gekennzeichnete Felder sind erforderlich.
Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
34 Einträge
Dr. Helmut Jung Dr. Helmut Jung aus Erfurt schrieb am 08/08/2020
Mit Dr. Hans Jochen Genthe habe ich während seiner gesamten langjährigen pfarramtlichen Tätigkeit in der Erfurter Kaufmannsgemeinde, beginnend mit seiner Vorstellungspredigt am 25. März 1962, über seinen Einführungsgottesdienst durch Senior Mebus, gemeinsam mit Pfarrvikarin Winkler, am 2. September 1962 in einer freundschaftlichen Beziehung gestanden. Der Schwerpunkt seiner Arbeit in der Kaufmannsgemeinde war es, das Bibelverständnis der Gemeindeglieder zu entwickeln. Man kann Glaubensinhalte nur dann weitersagen, wenn man über ein fundiertes Wissen bezüglich der Grundlagen des Glaubens verfügt. So war es eines seiner Herzensanliegen, die alljährliche Bibelwoche im Team vorzubereiten und zu gestalten. Dort habe ich als theologischer Laie von Anfang an mitgearbeitet und durch ihn einen unschätzbaren Reichtum an theologischem Wissen erworben. Meine Frau Heidrun und ich wünschen Hans Jochen Genthe die himmlische Freude im Reich Gottes.
Gerlinde Hühn Gerlinde Hühn aus Geislingen schrieb am 08/08/2020
Im Jahre 1978 kamen Hans-Jochen und sein Kollege nach Wuppertal. Mein damaliger Chef, Prof. Möller gab mir den Auftrag, mich um die beiden zu kümmern. Das tat ich und führte sie durchs bergische Land und die Umgebung von Wuppertal. Danach besuchte ich Genthes seit 1979 jedes Jahr. Ich wurde immer sehr nett beherbergt und lernte ganz Thüringen kennen. Wir waren ziemlich eng befreundet. Ich denke voller Anteilnahme seinen Sohn. Und ich denke an all die schönen Erlebnisse mit Hans Jochen zurück.
Gerlinde Hühn
Großer-Patzner Berbel Großer-Patzner Berbel aus Erfurt schrieb am 08/08/2020
Ein geliebter Mensch ist für immer gegangen. Jeder von uns ist einmalig, nicht wiederholbar.
Wir wissen, unser Leben ist ein Geschenk auf Zeit, und alles unterliegt dem Gesetz der Vergänglichkeit. Die Endlichkeit unseres Lebens gemahnt uns daran, dieses Leben zu gestalten, verantwortungsvoll mit ihm umzugehen, sich um unseren Nächsten zu kümmern. Die Achtung vor dem Leben zu haben stand bei Herrn Dr. Genthe stets im Vordergrund. Es war ein erfülltes Leben. Für mich ein großartiges Geschenk diesen Menschen mit seinem Wissen und Können und den gemeinsamen besonderen Erlebnissen in Erinnerung zu behalten. Marin Luther: "Wir leben mitten im Segen Gottes und merken ihn nicht."
Hans Genthe Hans Genthe aus Wiesbaden schrieb am 08/08/2020
Mit bibelbuch.de hinterlässt mein Vater ein großes Werk, das den Abschluss seiner theologischen Arbeit darstellt. Hier fließt vieles von dem ein, was er in den 30 Jahren seiner Lehrtätigkeit erarbeitet hat. Ich bin froh, dass ich ihn bei der Veröffentlichung unterstützen konnte. Aber auch hier zeigt sich: ein ganzes langes und erfülltes Leben reicht nicht aus, um alle Dinge zu vollenden.
Mein Vater hatte immer wieder große Pläne - und konnte viele seiner Vorhaben verwirklichen. Dazu gehören seine Buchveröffentlichungen und auch seine Reisepläne. Als sich die innerdeutsche Grenze öffnete, reiste er - bis zum letzten Jahr. Seine Ziele waren die antike Geschichte, Kultur und Philosophie in den Ländern des Mittelmeers. In den vergangenen fünf Jahren habe ich ihn auf seinen Reisen nach Rhodos und Sardinien, nach Griechenland und Andalusien begleitet. Diese intensiven Erlebnisse haben uns sehr nah zusammengebracht. Und ich bin froh, dass ich die Zeit hatte, ihn im letzten Dreiviertel Jahr zu begleiten, als seine Kräfte nachließen.
Der Verlust seiner Frau, meiner Mutter, vor fünf Jahren, hat ihn bis zuletzt geschmerzt. Er hat sie sehr vermisst. Nun wird er neben ihr zur letzten Ruhe gebettet. Mir selbst bleiben nun auch nur die Erinnerungen an meine Eltern: meine Mutter, die so fröhlich sein konnte und von der ich so viel gelernt habe. Und nun mein Vater und seine vorurteilsfreie Art, wie er jeden Menschen angenommen hat. Dieser Gelehrte konnte mit dem Arbeiter oder der Krankenschwester ebenso herzlich, frei und freundlich sprechen, wie mit dem Professor. Auch wenn er meistens in seine vielen Bücher schaute, so hatte er doch immer sein Auge und sein Ohr bei den Menschen um ihn.